Archive for Dezember, 2010

The Ghosts of Christmas

Samstag, Dezember 25th, 2010

Draußen ertrinkt die Winterwelt wahrlich in tiefem Schnee und überall glitzern Eiskristalle in der matten Sonne (die gerade verschwindet und klirrendem Wind die Nacht überlässt). In diesem Sinne: frohe Weihnachten an alle, die dies lesen (und hoffentlich in der vergangenen Nacht keinen Besuch von den Geistern der Weihnacht bekommen haben). Dazu ein Gedicht, das bereits in einem Adventskalender als Türchen 12 das Licht der Welt erblickt hatte – hier nun für alle, die gerne Gedichte lesen:

Geister der vergangenen Weihnacht

Schließe die Augen,
lausche dem Feuer
und denke an die
Geister der vergangenen Weihnacht,
ganz fest.

Trink den heißen Tee,
atme ihn ein,
und Zucker und Zimt
werden dich geleiten
in diesen schrecklichen Tagen.

Träume vom Morgen,
wo Gestern und Jetzt
sich finden
und Gesichter sich zeigen
im Gestöber aus Schnee.

Dann öffne die Augen,
lausche den Worten
und sehe sie an, die
Geister der vergangenen Weihnacht,
ganz fest.

Sie sind noch da,
Du bist es auch.

Glaubst Du jetzt endlich
an Wunder?

Und nun? Heißer Tee, Gebäck, ein Lichterbaum, ein gutes Buch, einige Zeilen des neuen Kinderbuchs (gekritzelt auf die Rückseite zerrissenen Geschenkpapiers) … und hoffen, dass immer weniger Menschen Scrooge sein werden.

Schnee!

Sonntag, Dezember 19th, 2010

Seit Tagen schon schneit es – und ich liebe Schnee, denn Schnee ist (sofern man nicht unterwegs sein muss) ganz wunderbar, magisch und märchenhaft. Und während es schneit, arbeite ich an HIGHGATE (ja, so lautet der Arbeitstitel des neuen Romans, den ich Ende Januar, fauchende, geifernde Deadline-Monster im Rücken, abgeben werde, und der im Herbst 2011 im Arena-Verlag erscheinen wird).

Und sonst?

Zwei junge Leser, Amelie und Linus, haben HELENA UND DIE RATTEN IN DEN SCHATTEN im ZDF-Morgenmagazin vorgestellt (ein Dankeschön an die beiden für die wunderbare Buchvorstellung). Darüber hinaus produziert der Hessische Rundfunk für den Kinderfunk ein Hörstück nach HELENA, die Erstsendung findet am 19. Februar 2011 um 14:05 Uhr in der Sendung „Domino Lauschinsel“ auf HR2 statt.

Eine schöne Neuigkeit am Rande: HEAVEN – STADT DER FEEN wird demnächst in England erscheinen, bei Hachette Children`s Books.

Darüber hinaus wird es in der nächsten Ausgabe des Magazins „Nautilus“  ein längeres Interview zu GRIMM geben sowie ein kurzes Statement zum Märchen „Rotkäppchen“. Bei heyne-fliegt ist jetzt im GRIMM-Special eine neue Rubrik namens „Moderne Märchen“ erschienen – dabei handelt es sich um moderne Versionen klassischer Märchen, die von den Teilnehmern meines Seminars für Kreatives Schreiben verfasst worden sind (inklusive einer Kurzgeschichte in Form eines Hidden Tracks, die ich beigesteuert habe).

Auf www.literatopia.de ist ein neues Weihnachtsgedicht von mir erschienen (man muss nur Türchen Nr. 10 öffnen); auf www. legimus.de eine kurze Darstellung meiner Weihnachtsrituale (Türchen 12). Die Kurzgeschichte „All I want for Christmas is you“ in der Anthologie „Leise scheppert die Tür“ könnte ebenfalls interessant sein, wenn man etwas gegen die neue, hektische Weihnachtszeit hat. Die etwas ältere Geschichte „Der Krähenengel“ in der Anthologie „Hohlbeins Fantastische Weihnachten“ ist leider vergriffen, aber noch antiquarisch zu ergattern (es lohnt sich, denn dies war ein wirklich schöner Einband mit einer Handvoll magischer Geschichten).

Ebenfalls erscheinen müsste demnächst (wo auch immer) die Geschichte „Sweet Charity“ von Aino Laos (eine zauberhafte Story, für deren Übersetzung ich verantwortlich bin).

Auf dem Lesetisch derzeit: „Tobie Lolness“ von Timothée de Fombelle (unbeschreiblich gut!); und passend zum Wetter: „The Dead of Winter“ von Chris Priestley, „Die Vereinigung jiddischer Polizisten“ von Michael Chabon und „Extrem laut und unglaublich nah“ von Jonathan Safran Foer. Und wer es in irgendwelchen Antiquariaten aufzutreiben vermag, sollte „Wintermärchen“ von mark Helprin lesen (einer der schönesten Ney York-Romane überhaupt).

Im CD-Player (ebenfalls passend zu Zeit, Wetter und HIGHGATE): „Tron Legacy“ von Daft Punk,  „Dr Who Christmas Specials“ von Murray Gold, „Christmas in the Heart“ von Bob Dylan.

Und im Kino sollte wirklich niemand „Rapunzel“ verpassen (den sagenhaft schlechten deutschen Untertitel kann man getrost ignorieren, der ganze Rest ist ein zauberhaftes Märchen, das einen alles um sich herum vergessen lässt).

Und nun … hinaus in den Schnee, mit Mädels und Schlitten. danach zurück zu HIGHGATE (denn sogar im tiefen Schnee leben Deadline-Monster).