The Night before Halloween

Oktober 30th, 2011

Da die Nacht vor der Nacht, die Halloween sein wird, bereits angebrochen ist, und ich auf www.allhallowsread.com hingewiesen habe, ist es wohl nur fair, ebenfalls eine Geschichte zu verschenken. Die Geschichte, die ich im Sinn habe, ist klein und etwas gemein (und typisch für Geschichten, die man sich in der Nacht vor der Nacht, die Halloween sein wird, erzählen kann). Sie heißt

 

Die Tür

 

 (ich habe sie heute Nachmittag, als es noch hell war, geschrieben – und jetzt schleicht sie sich in den Blog, zu Kürbiskopflicht und Herbstnachtrauschen) und sie geht so:

 

Alle sagen sie, dass ich die Tür nicht öffnen darf. Aber so sind Erwachsene eben, oder?

 

„Wenn du die Tür öffnest, dann holen sie dich.“

„Wer?“

„Die, die hinter der Tür sind.“

 

Auch die anderen Kinder kennen die Geschichten von den Türen. Manchmal sind sie da, manchmal nicht. Aber jeder hat sie schon einmal gesehen. Meistens bei sich daheim.

 

„Meine Eltern haben es auch gesagt. Man darf die Türen, wenn man sie findet, einfach nicht aufmachen.“

„Wegen der Dinge, die dahinter sind.“

„Und wenn doch?“, habe ich gefragt.

„Dann bist du selbst schuld.“

„Was machen sie dann mit mir?“, habe ich gefragt. Keine Ahnung, wer „sie“ sein sollen.

„Sie fressen dich.“

„Wenn du Glück hast.“

„Und wenn du Pech hast.“

„Dann tun sie etwas Schlimmeres.“

„Okay“, ist alles, was ich dazu sage.

 

Aber: ich denke darüber nach.

 

Denn: Meine Freunde kennen alle eine Tür wie diese. Die meisten haben sie aber nicht geöffnet. Behaupten sie jedenfalls.

 

„Wir hatten Angst“, sagen sie.

„Wovor?“

„Vor dem, was hinter der Tür ist.“

 

Ich habe mit Freddy darüber gesprochen. Freddy sitzt in der Schule neben mir. Wir besprechen alles. Außerdem mag er Gruselfilme. So wie ich.

 

„In den Filmen öffnen sie manchmal Türen wie diese“, sagt er in der Pause.

„Ja“, antworte ich. Denn es ist Pause und heller Tag und die Tür ist weit weg.

„Könnte interessant sein.“

„Ja.“

„Also?“

„Mal schauen.“

 

Am Nachmittag stehe ich lange Zeit vor der Tür. Sie sieht nicht aus, wie etwas, wovor man sich fürchten muss. Eine normale Tür eben. Sie ist aus Holz, mit einem silbernen Griff. Ich glaube nicht, dass sie abgeschlossen ist.

 

„Nicht alle Türen, die man nicht öffnen sollte, sind abgeschlossen.“ Das hat mein Vater gesagt.

„Du wirst es bereuen, wenn du nicht auf uns hörst.“ Das hat meine Mutter gesagt.

„Ist schon gut.“ Das habe ich gesagt.

 

Das war vor zwei Wochen. Heute ist Halloween. Freddy ist hier. Wir waren Süßigkeiten sammeln. Freddy ist als Vampir verkleidet und ich als Mumie.

 

Wir stehen vor der Tür. Sie befindet sich im ersten Stock. Außer uns ist niemand im Haus.

 

„Du oder ich?“, fragt Freddy.

„Ich.“ Jeder von uns hat eine Taschenlampe dabei. Für alle Fälle, man weiß ja nie.

„Na, dann eben du.“

„Okay.“

 

Mutig trete ich vor. Meine Hand berührt die Klinke. Sie ist kalt. Ich drücke sie herunter. Etwas macht ein Geräusch. Etwas, das dahinter ist? Vermutlich aber nur die Tür selbst.

 

„Sie ist wirklich offen“, stelle ich fest.

Freddy tritt neben mich. „War doch klar“, sagt er.

 

Die Tür öffnet sich einen spaltbreit. Die Luft riecht komisch. Wie altes Essen, nur anders.

 

„Und?“

Ich zögere.

Freddy wird ungeduldig. „Lass mich vorgehen.“

 

Er schiebt mich zur Seite und öffnet die Tür ganz.

 

Es ist dunkel in dem Raum, der hinter der Tür liegt. Freddy sieht mich an, dann geht er mit der Taschenlampe hinein.

 

Ich höre seine Schritte. Sie sind ganz weit weg. Die Taschenlampe wird zu einem kleinen Punkt.

 

„Freddy?!“ Nichts!

Nur Wind, aus der Ferne.

 

Dann geht die Taschenlampe in der Tiefe des Raumes hinter der Tür aus und ich höre, wie Freddy zu schreien beginnt. Die Schreie entfernen sich immer weiter, als würden sie mitten in die Dunkelheit fallen. Als würde etwas ihn nach hinten ziehen.

 

Dann ist es still.

 

Ich zittere. Die Taschenlampe in meiner Hand ist nicht eingeschaltet. Ich habe Angst.

 

„Freddy?!“ Meine Stimme ist viel zu leise.

Nicht einmal der Wind antwortet mir.

 

Dann schließe ich die Tür. Langsam, vorsichtig. Damit niemand es hört. Wenn man sie von außen öffnen kann, dann kann man sie bestimmt auch von der anderen Seite öffnen.

 

Ich warte. Starre die Tür an.

 

Irgendwann muss er ja zurückkommen. Oder?

 

Draußen ist es still. Die Zeit vergeht.

 

Plötzlich bemerke ich, dass die Klinke sich bewegt. Ich hoffe, es ist Freddy. Nichts anderes.

 

Ende

Halloween 2011

Darüber hinaus kann man in der Bibliothek die neuen Cover von LYCIDAS, LILITH und LUMEN bewundern (sie kommen dem ersten Entwurf des LYCIDAS-Covers, der damals verworfen wurde, sehr nahe).

Auf dem Lesetisch: „Noho“ von James Davis und (einfach wunderbar) „Die große Wörterfabrik“ von Agnès de Lestrade und Valeria Docampo. Und morgen, an Halloween, wie gesagt „October Dreams“ (wie jedes Jahr).

Zurück nun zu der Geschichte, die gerade entsteht (ebenfalls zu Kürbiskopflicht und Herbstnachtrauschen – und der Musik von Tori Amos).

Tipptipptipp …

All Hallows Read

Oktober 26th, 2011

Eine schöne neue Tradition, die auf eine Idee von Neil Gaiman zurückgeht: „All Hallows Read“ – verschenkt an Halloween ein gruseliges Buch, neu oder gebraucht, modern oder klassisch, für Erwachsene oder Kinder, was auch immer … etwas, das man beim Kerzenschein, der aus Kürbisaugen flackert, lesen kann, während draußen die Geister durch die Nacht streunen und ihre eigenen Schreie mit leckeren Süßigkeiten dämpfen …

Mehr dazu gibt es hier:  www.allhallowsread.com (etwas, das vielleicht auch bei uns zu einer schönen neuen Tradition werden kann).

Muss ich erwähnen, dass ich das Buch, aus dem ich jedes Jahr nicht mehr als zwei Kurzgeschichten lese (die wunderbare Anthologie „October Dreams“, herausgegeben von Richard Chizmar und Robert Morrish) , noch immer nicht beendet habe?! (Vor neun Jahren habe ich diese persönliche Tradition begonnen, und, gemessen an der Anzahl der Kurzgeschichten und Halloween-Erfahrungsberichte, die sich darin befinden, werde ich es wohl erst in neunzehn Jahren beenden – rechtzeitig zu meinem 60. Geburtstag – auch ein Gedanke, der zum nahenden Halloween passt).

Im herbstlichen Zwielicht …

Oktober 25th, 2011

Seit nunmehr einiger Zeit bin ich zurück aus Ibiza, wo es selbst im Oktober noch warm und wunderbar ist (und ich festgestellt habe, dass mein Trainer – „Fat Burning Circuits“ – James Davis ebenfalls schreibt – sein erster Roman, eine Crime Noir-Story mit dem Titel „NoHo“, ist soeben in England erschienen). Es gibt wirklich keine Zufälle …

Was es Neues gibt?

Nicht viel. Ich arbeite an einer neuen Geschichte und lausche der Musik von Tori Amos („Night of Hunters“ ist einzigartig, betörend und magisch und wie der Herbst selbst), Anna Deepenbusch (noch immer die Mathematik, diesmal aber in Schwarzweiß) und Danny Elfman („Serenada Schizophrana“) – und es sieht so aus, als würde die Geschichte genau so aussehen …

Auf dem Lesetisch: „In other Worlds“ von Margaret Atwood („Midwinterblood“ von Marcus Sedgwick habe ich vor ein paar Tagen beendet) und „Eine Frau bei 1000 Grad“ von Hallgrímur Helgason (den ich vermutlich kurz unterbreche, um zu erfahren, was in „The Night Eternal“ von Guillermo del Toro und Chuck Hogan geschieht).

In zwei Wochen erscheint die Taschenbuchausgabe von LYCIDAS mit neuem Cover (die ersten Seiten sowie das neue Nachwort – mit einem Hinweis auf die mögliche Zukunft Emily Laings – kann man schon bei amazon lesen). LILITH und LUMEN werden dann in zweimonatigen Abständen folgen.

Und jetzt?

… schaue ich mir die erste Hälfte von „Die Triffids – Pflanzen des Schreckens“ an (an die klassische Verfilmung erinnere ich mich nur dunkel und bin gespannt).

Mehr die nächsten Tage …

Willkommen im Oktoberland

Oktober 4th, 2011

Passend zum Oktoberlandwetter ist vergangene Woche MEMORY erschienen (Friedhöfe, buntes Laub, geheimnisvolle Dinge – Oktoberland eben).

Darüber hinaus habe ich neue Nachworte zu LYCIDAS, LILITH und LUMEN geschrieben (für die Taschenbuchausgaben – LYCIDAS wird in etwa drei Wochen erscheinen).  Das neue Cover von LILITH werde ich in der nächsten Zeit bei facebook zeigen (ja, derjenige, der dort schreibt, bin tatsächlich ich selbst).

Und sonst? Die Arbeit an der neuen Geschichte schreitet langsam (sehr langsam) voran. Der erste Satz aber ist schon geschrieben; der letzte (so, wie es aussieht) ebenso.

Auf dem Lesetisch: „The Children`s Book“ von Antonia S. Byatt und „The Fear Index“ von Robert Harris. Dazu noch Musik: Rosenstolz (immer wieder) und Anna Depenbusch (diesmal in Schwarzweiß) .

Damit zurück zur Arbeit an der Oktoberland-mäßigen neuen Geschichte …

Oktober weht im Wind, schon jetzt

September 21st, 2011

Man spürt, dass der Eintritt ins Oktoberland kurz bevor steht. Es riecht nach Geschichten, die Ray Bradbury einst erdacht hat; die Kälte in den Schatten verbindet sich mit dem Geruch nach Äpfeln in der Sonne; der wilde Rasen hinter dem Haus ist voller winziger Spinnweben, in denen der Tau glänzt. Passend dazu höre ich Musik von The Decemberists und lese „Wildwood“ von Colin Meloy (der zufälligerweise auch der Sänger von The Decemberists ist): ein wunderbarer Roman, der den Hauch eines richtigen Klassikers atmet, mit Charakteren, die wie eine Mischung aus Geschichten von Hans Christian Andersen und C. S. Lewis anmuten. Perfekt für späte Nachmittage und lange Abende im Septemberausklang (außerdem habe ich gestern unsere Igel gesehen, zum ersten Mal seit Wochen – und die Marder, die ums Haus streifen, machen einen Lärm, als sei die Nacht ihr Feind).

Dessen eingedenk gerade geschrieben: der Anfang eines neuen Romans, der nicht sehr lang sein wird (aber auch nicht unbedingt sehr kurz). Einen Arbeitstitel habe ich noch keinen (nur soviel: die Geschichte spielt zu einer Zeit, in der schon Oktober im Wind weht, kühl und mit einem Beigeschmack von Sonne und nahem Winter – mehr dazu in den nächsten Wochen).

Und noch dazu die Neuigkeit der Woche: IMAGERY ist jetzt überall im Handel. Mein erster Science Thriller, der aussieht wie ein ebook-Reader.

(Ach ja, und die ersten Coverentwürfe zum neuen Kinderbuch sind umwerfend und gruselig und genau so, wie ich sie mir gewünscht habe – keine Frage, wie neugierig ich bin, all die anderen Illustrationen von Monika Parciak zu sehen).

Damit zurück zu „Wildwood“ (das ich heute noch beenden möchte, weil ich nicht einschlafen kann ohne zu erfahren, was Prue, Curtis und Mac wiederfahren wird).

Willkommen im Herbstland

September 11th, 2011

Die Meldung des Tages: das gestrige Konzert von Anna Depenbusch und Band im Pantheon (in Bonn) war einfach nur wunderbar und phantastisch und jeder, der es bisher verpasst hat, diese Band kennenzulernen, sollte dies schnell nachholen (www.annadepenbusch.de) und sich Tickets besorgen oder CDs oder beides. Ich war zuletzt so beeindruckt, als ich Neil Hannon aka The Divine Comedy für mich entdeckt habe; und später dann nochmal bei Angus and Julia Stone (wobei ich anmerken sollte, dass eigentlich meine Frau diejenige gewesen ist, die Anna Depenbusch und Band für unsere Familie entdeckt hat).

Darüber hinaus ist auch Rosenstolz wieder da (mit einem neuen Song, der zur Jahreszeit passt – und einem Video, das man eher als Kurzfilm bezeichnen möchte): www.rosenstolz.de

Und draußen regnet es und bunte Blätter kleben auf den Straßen … 

In diesem Sinne: Willkommen im Herbstland!

(ach ja, und MEMORY – STADT DER TRÄUME müsste diese Woche in den Buchläden ankommen)

Weitere Neuigkeiten gibt es in den nächsten Tagen …

Sommertag

Juli 16th, 2011

Draußen ist ein schöner Sommertag und viele Dingen, die getan werden mussten, sind getan (was, passend zum Sonnenschein, ein gutes Gefühl ist).

Die Fahnen von MEMORY sind korrigiert und an den Verlag zurückgeschickt worden. Das IMAGERY-Manuskript hat seinen letzten Schliff erhalten. Und eine neue Geschichte ist gerade dabei zu entstehen … (nicht zu vergessen das neue Bilderbuch, das gerade von Monica Parciak illustriert wird).

Was gibt es sonst noch Neues?

GRIMM ist für den Deutschen Phantastik Preis nominiert (in der Sparte „Bester Roman Deutschsprachig“) , es darf also abgestimmt werden …

Auf dem Dachboden meines Elternhauses sind zwei uralte Manuskripte aufgetaucht (jedes in einem Umfang von 300 bis 600 Seiten). Es handelt sich um zwei Romane, die ich zwischen 1986 und 1989 geschrieben habe; erste Versuche sozusagen (die Titel lauten „Muspilli“ und „Das zweite Gesicht“). Darüber hinaus sind noch mehrere Novellen aufgetaucht. Was soll ich sagen? An die meisten Dinge kann ich mich kaum mehr erinnern und es ist faszinierend etwas zu lesen, das vor so langer Zeit vom eigenen, sehr sehr jungen und unerfahrenen Ich verfasst wurden.

Während der 31. Wetzlarer Tage der Phantastik (8. bis 11. September) gibt es einen Vortrag von Pascal Klenke: „Ein Mythos unter Mythen“ (zum Thema „Uralte Metropole“).

Auf dem Lesetisch liegen gerade „Wir sind die Könige von Colorado“ von David E. Hilton und „Geisterritter“ von Cornelia Funke.

Und nun?

Zurück zu dem neuen Romanprojekt, zu dem es demnächst mehr zu berichten gibt.

Memory

Mai 24th, 2011

Der Titel des Romans, den ich bisher unter dem Arbeitstitel „Highgate“ geführt habe, heißt MEMORY und wird im September erscheinen. In der Ankündigung des Verlags steht dies hier:

„Jude Finney hat eine besondere Fähigkeit: Er kann die Träume der Toten sehen. Auf dem Highgate Cemetery, in einer Welt zwischen Realität und Traum, begegnet er der geheimnisvollen Story, einem Mädchen, das tausend Geschichten kennt, aber sich an seine eigene nicht erinnern kann. Jude ahnt, dass Story noch lebt, irgendwo in den Straßen von London. Und dass es höchste Zeit ist, sie zu finden.“

Erste Auszüge aus dem Roman werde ich am Dienstag auf der Europäischen Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken lesen (erste Andeutungen finden sich in dem Interview, das gerade auf www.literatopia.de online gegangen ist).

Darüber hinaus finden sich in der „Bibliothek“ zwei weitere Neuerscheinungen, die es schon im Juni geben wird, nämlich die limitierte Taschenbuchausgabe von „Heaven“, die auch die Novelle „Tagundnachtgleiche“ enthält (mit einer schönen Variation des Original-Covers) sowie das Hörbuch „Malfuria – Die komplette Trilogie“ (12 CDs im Schuber, gelesen von Andreas Fröhlich – eine Sonderausgabe zum Jubiläum von Arena-Audio).

Der Science-Thriller, den ich bisher unter dem Arbeitstitel „Chronos“ geführt habe, wird IMAGERY heißen und im Oktober bei Feder & Schwert erscheinen. Seit ein paar Tagen ist der Roman (der ein Taschenbuch werden wird) bereits online gelistet. Der Klappentext sieht bisher so aus:

„Der tragische und mysteriöse Unfall eines Wirtschaftswissenschaftlers in Boston. Der Krieg um die Vormachtstellung auf dem Markt für Tablet-PCs. Eine neuartige Technologie, die die Welt verändern kann. Die Klage einer Umweltschutzorganisation, die alles zu Fall bringt. Ein Institut mit einem Geheimnis. Der einzige Hinweis: ein Wort, dass der Tote sich auf die Hand geschrieben hat: Imagery. Richard Elliot, Leiter der Abteilung für Verhaltensforschung beim Institute for Consumer Research in Boston, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Kurz darauf findet er sich gefangen in einem Netz aus Internetspionage, Verdächtigungen und Mord und am Ende ist nicht nur sein Leben bedroht, sondern das aller Menschen.“

Was gibt es sonst noch?

Derzeit arbeite ich mit einer Gruppe von Schülern  an einem gemeinsamen Romanprojekt, das voraussichtlich im Laufe des Frühjahrs 2012 das Licht der Welt erblicken wird. Erste Veröffentlichungen der jungen Autoren finden sich im Special zu GRIMM auf www.heyne-fliegt.de; zwei weitere Kurzgeschichten erscheinen in Kürze in der Anthologie „Ley Lines“ im Ulrich Burger Verlag. Im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken wird es eine erste Lesung geben (Dienstag, 10:15 Uhr im Saarbrücker Schloss).

Hier noch einmal der Lesungsplan für die Jugendbuchmesse (Dienstag, 31. Mai):

9:15 Uhr Helena und die Ratten in den Schatten

10:15 Uhr Lesung der Autorengruppe

11:15 Uhr Grimm

12:15 Uhr Memory

Und damit zurück zu einer neuen Geschichte, die das Zeug hat, zu einem Roman heranzuwachsen (und die ich, sehr altmodisch, handschriftlich verfasse) …

41, Tag 1

Mai 8th, 2011

Ein kurzes Lebenszeichen für heute (nach fast drei Monaten, in denen ich – zumindest hier im Blog – geschwiegen habe). Was gibt es zu sagen? HIGHGATE ist fertig und abgegeben und wird voraussichtlich im September erscheinen (die Deadline-Monster sind satt und ruhig und die Welt ist ein schöner Ort, an dem die Sonne scheint und die Nebel fortgewandert sind). Darüber hinaus habe ich an zwei anderen Büchern geschrieben (zum einen ein Buch für Kinder, das auch Monika Parciak wieder illustrieren wird, zum anderen ein Thriller, den ich das eine oder andere Mal mit dem Arbeitstitel CHRONOS hier erwähnt habe – doch dazu in wenigen Tagen mehr) .

Kurzgeschichten sind ebenfalls entstanden; zu nennen wären „Sand und Stille“ (die in einer von Fabienne Siegmund herausgegebenen Anthologie erscheinen wird) und „Walkers und Dawsons letzter Fall“ (für die nächste Anthologie von Ulrich Burger). Die Sherlock Holmes- Geschichte „Das ungelösteRätsel“ (in der man auch Professor Challenger begegnen wird) erscheint Ende dieser Woche in der von Alisha Bionda herausgegebenen Anthologie „Das ungelöste Rätsel“ (ebenfalls dort zu finden ist die Geschichte „Das Duplikat“ von Aino Laos, die ich übersetzen durfte).

Die nächste Lesung (und, wie es aussieht, die einzige Lesung in diesem Jahr bis zur Buchmesse in Frankfurt) findet am 31. Mai auf der Kinder- und Jugendbuchmesse in Saarbrücken statt. Dies ist der Plan:

9:15 Uhr Lesung „Die Ratten in den Schatten“

10:15 Uhr Schreibseminar

11:15 Uhr Lesung „Grimm“

12:15 Uhr Premiere-Lesung „Highgate“

Darüber hinaus lese ich gerade die englische Übersetzung von „Heaven“ (der Roman wird, denke ich, im Lauf des Jahres in England bei Orchard Books erscheinen), was wunderbar und faszinierend ist.

Weitere Veröffentlichungen, die ich schon ankündigen kann, sind:

Die exklusive limitierte und enorm selten sein werdende Taschenbuchausgabe von „Heaven“ (welche auch die Novelle „Tagundnachtgleiche“ enthalten wird) soll im Juni erscheinen.

Im Herbst ist eine Hörbuch-Gesamtausgabe der „Malfuria“-Trilogie geplant (12 CDs in einer schönen Box).

Und die uralte Metropole findet ein neues Zuhause im Taschenbuch: „Lycidas“ (November), „Lilith“ (Januar) und „Lumen“ (März) wird es als Klappenbroschur geben.

Weitere Neuigkeiten (Cover, Chronos, etc) demnächst.

Und nun … 41, Tag 1, geht zur Neige. Ich lese Dave Stevens` „The Rocketeer“ (danach „Swamplandia“ von Karen Russell) und höre Hugh Laurie und fühle mich wunderbar, weil alles nach Sommer riecht und sich auch genauso anfühlt.

Seltene Dinge & anderes …

Februar 8th, 2011

Ein kurzes Lebenszeichen, während HIGHGATE weiter Gestalt annimmt, Deadline-Monster nach wie vor wütend fauchen und die rastlose Flucht durch die Wildnis aus Buchstaben und Geschichten sich, wie es aussieht, bald dem Ende nähern wird. Als ersten Hinweis darauf, worum es in dem neuen Buch geht (abgesehen natürlich von dem Arbeitstitel), hier zwei der Bücher, die sehr nützlich waren bei der Recherche: „The English Ghost: Spectres through Time“ von Peter Ackroyd und „Necropolis: London and tis Dead“ von Catherine Arnold. Und die Atmosphäre entspricht in etwa der Musik von Fran Healy, Richard Ashcroft, Glen Hansard und Marketa Irglova, My little Tramp sowie des Bombay Bicycle Club.

Und eingedenk der Thematik in HIGHGATE ist mir während der letzten Wochen aufgefallen, wie viele der Bücher, die niemals hätten verschwinden dürfen aus den Läden und von jedermann wieder und wieder gelesen werden sollten, genau dies getan haben: sie sind verschwunden, werden nicht mehr gedruckt, sind kaum mehr als Erinnerungen. Damit sie nicht in Vergessenheit geraten, hier meine persönliche Liste von einigen Büchern, die in Antiquariaten zu suchen es sich lohnt (darauf gebe ich mein Wort):

„Dillingers Luftschiff“ von Daniel Douglas Wissmann

„Wintermärchen“ von Mark Helprin

„Spuren von Herzblut, wohin wir auch gehen“ von Robert Olmstead

„Veronica“ von Nicholas Christopher

„Im Abgrund“ von Jeff Long

„Flammenzungen“ von Tim Parks

„Das zweite Gesicht“ von Kai Meyer

„Das Buch der toten Tage“ von Marcus Sedgwick

„Mitternachtspost“ von William Kotzwinkle

„Straße der Narren“ von Richard Russo

„Nicobobinus“ von Terry Jones

Halten Sie Ausschau nach diesen Büchern, es lohnt sich. Wer immer sie findet, sollte sie lesen, am besten alle zusammen in einer kalten Woche voller Regen und Schnee und Wind und heißem Tee.

Damit zurück nach HIGHGATE und den dramatischen und beschwingten und seltsamen und definitiv morbiden Dingen, die sich dort zutragen … und zu einem weiteren wunderbaren Buch, das gerade erst erschienen ist: „My Name is Mina“ von David Almond (definitiv ein Buch, das ich heute Nacht beenden und morgen erneut beginnen werde, weil jeder Satz pure Magie atmet und es wert ist, mehr als nur einmal gelesen zu werden).