Ghosts!

Januar 8th, 2011

Eine Woche im festen Griff böser Erkältungsgeister, grimmig zwischen Schlaf und heißem Tee gependelt, dazu Marcel Therouxs fabelhaften Roman „Far North“ gelesen (und diesbezüglich ein Dank an Oliver Plaschka, der das Werk in der „Rainlights Gazette“ erwähnt – und darüber hinaus auch noch übersetzt – hat … eine faszinierende Geschichte, die eine ähnliche Aura atmet wie „Im Land der letzten Dinge“ von Paul Auster oder „The Year of the Flood“ von Margaret Atwood). Danach dann „Bob Dylan in America“ von Sean Wilentz (großartig; die Einflüsse von Aaron Copland hatte ich bisher nie gesehen); und jetzt gerade „Red Hook Road“ von Ayelet Waldman.

Darüber hinaus wird HIGHGATE recht düster. Es gibt Geister und Nebel und viel, viel Regen. Die Musik, die diesmal den Takt angibt, stammt von Fran Healy („Wreckorder“), AaRON und Thea Gilmore – und einige Jazz-Stücke von Piet Hodiamont wehen ebenfalls durch die kargen Winkel nordöstlich von Hampstead.

Morgen (am Sonntag, dem 9. Januar) gibt es eine Besprechung von HELENA UND DIE RATTEN IN DEN SCHATTEN in der Sendung „quergelesen“ im Kinderkanal (KiKa), exakt um 13:15 Uhr. Dazu wird gerade die nächste Auflage des Buches ausgeliefert (laut Verlag dürften auch alle online-Händler ab Montag wieder bestückt sein).

Und nun, zurück nach HIGHGATE, hinab in die Schatten …

Jahr 11, 1. Tag

Januar 1st, 2011

Ich wünsche allen für das neue Jahr viele wunderbare Momente mit vielen wunderbaren Menschen, einen Blick für die Magie an wirklich jedem Tag und echte Träume, die so lebendig werden, dass man mit ihnen im Regen wie Sonnenschein (und Schnee) gleichermaßen tanzen kann.

The Ghosts of Christmas

Dezember 25th, 2010

Draußen ertrinkt die Winterwelt wahrlich in tiefem Schnee und überall glitzern Eiskristalle in der matten Sonne (die gerade verschwindet und klirrendem Wind die Nacht überlässt). In diesem Sinne: frohe Weihnachten an alle, die dies lesen (und hoffentlich in der vergangenen Nacht keinen Besuch von den Geistern der Weihnacht bekommen haben). Dazu ein Gedicht, das bereits in einem Adventskalender als Türchen 12 das Licht der Welt erblickt hatte – hier nun für alle, die gerne Gedichte lesen:

Geister der vergangenen Weihnacht

Schließe die Augen,
lausche dem Feuer
und denke an die
Geister der vergangenen Weihnacht,
ganz fest.

Trink den heißen Tee,
atme ihn ein,
und Zucker und Zimt
werden dich geleiten
in diesen schrecklichen Tagen.

Träume vom Morgen,
wo Gestern und Jetzt
sich finden
und Gesichter sich zeigen
im Gestöber aus Schnee.

Dann öffne die Augen,
lausche den Worten
und sehe sie an, die
Geister der vergangenen Weihnacht,
ganz fest.

Sie sind noch da,
Du bist es auch.

Glaubst Du jetzt endlich
an Wunder?

Und nun? Heißer Tee, Gebäck, ein Lichterbaum, ein gutes Buch, einige Zeilen des neuen Kinderbuchs (gekritzelt auf die Rückseite zerrissenen Geschenkpapiers) … und hoffen, dass immer weniger Menschen Scrooge sein werden.

Schnee!

Dezember 19th, 2010

Seit Tagen schon schneit es – und ich liebe Schnee, denn Schnee ist (sofern man nicht unterwegs sein muss) ganz wunderbar, magisch und märchenhaft. Und während es schneit, arbeite ich an HIGHGATE (ja, so lautet der Arbeitstitel des neuen Romans, den ich Ende Januar, fauchende, geifernde Deadline-Monster im Rücken, abgeben werde, und der im Herbst 2011 im Arena-Verlag erscheinen wird).

Und sonst?

Zwei junge Leser, Amelie und Linus, haben HELENA UND DIE RATTEN IN DEN SCHATTEN im ZDF-Morgenmagazin vorgestellt (ein Dankeschön an die beiden für die wunderbare Buchvorstellung). Darüber hinaus produziert der Hessische Rundfunk für den Kinderfunk ein Hörstück nach HELENA, die Erstsendung findet am 19. Februar 2011 um 14:05 Uhr in der Sendung „Domino Lauschinsel“ auf HR2 statt.

Eine schöne Neuigkeit am Rande: HEAVEN – STADT DER FEEN wird demnächst in England erscheinen, bei Hachette Children`s Books.

Darüber hinaus wird es in der nächsten Ausgabe des Magazins „Nautilus“  ein längeres Interview zu GRIMM geben sowie ein kurzes Statement zum Märchen „Rotkäppchen“. Bei heyne-fliegt ist jetzt im GRIMM-Special eine neue Rubrik namens „Moderne Märchen“ erschienen – dabei handelt es sich um moderne Versionen klassischer Märchen, die von den Teilnehmern meines Seminars für Kreatives Schreiben verfasst worden sind (inklusive einer Kurzgeschichte in Form eines Hidden Tracks, die ich beigesteuert habe).

Auf www.literatopia.de ist ein neues Weihnachtsgedicht von mir erschienen (man muss nur Türchen Nr. 10 öffnen); auf www. legimus.de eine kurze Darstellung meiner Weihnachtsrituale (Türchen 12). Die Kurzgeschichte „All I want for Christmas is you“ in der Anthologie „Leise scheppert die Tür“ könnte ebenfalls interessant sein, wenn man etwas gegen die neue, hektische Weihnachtszeit hat. Die etwas ältere Geschichte „Der Krähenengel“ in der Anthologie „Hohlbeins Fantastische Weihnachten“ ist leider vergriffen, aber noch antiquarisch zu ergattern (es lohnt sich, denn dies war ein wirklich schöner Einband mit einer Handvoll magischer Geschichten).

Ebenfalls erscheinen müsste demnächst (wo auch immer) die Geschichte „Sweet Charity“ von Aino Laos (eine zauberhafte Story, für deren Übersetzung ich verantwortlich bin).

Auf dem Lesetisch derzeit: „Tobie Lolness“ von Timothée de Fombelle (unbeschreiblich gut!); und passend zum Wetter: „The Dead of Winter“ von Chris Priestley, „Die Vereinigung jiddischer Polizisten“ von Michael Chabon und „Extrem laut und unglaublich nah“ von Jonathan Safran Foer. Und wer es in irgendwelchen Antiquariaten aufzutreiben vermag, sollte „Wintermärchen“ von mark Helprin lesen (einer der schönesten Ney York-Romane überhaupt).

Im CD-Player (ebenfalls passend zu Zeit, Wetter und HIGHGATE): „Tron Legacy“ von Daft Punk,  „Dr Who Christmas Specials“ von Murray Gold, „Christmas in the Heart“ von Bob Dylan.

Und im Kino sollte wirklich niemand „Rapunzel“ verpassen (den sagenhaft schlechten deutschen Untertitel kann man getrost ignorieren, der ganze Rest ist ein zauberhaftes Märchen, das einen alles um sich herum vergessen lässt).

Und nun … hinaus in den Schnee, mit Mädels und Schlitten. danach zurück zu HIGHGATE (denn sogar im tiefen Schnee leben Deadline-Monster).

Es war einmal …

November 19th, 2010

Während ich mich gerade auf dem Highgate Cemetery herumtreibe (nicht im wörtlichen Sinne, sei angemerkt), um hungrige Deadline-Monster in Schach zu halten, ist GRIMM nunmehr überall erhältlich und die Specials auf www.heyne-fliegt.de sind vollständig (inklusive eines Videos, auf dem eine wunderschöne Kupferkatzenuhr und meine bevorzugte Espresso-Tasse zu sehen sind).

Darüber hinaus noch eine flinke aktuelle Meldung: Am 20. November äußere ich mich ab 16:05 Uhr in der Sendung „Büchermarkt“ des Deutschlandfunks zum Thema GRIMM (in einem Feature von Karin Hahn zum Thema „Märchenmotive in der modernen Kinder- und Jugendliteratur“).

Und sonst?

Das Wetter ist grau und kalt und regnerisch – ideal für einen Abstecher nach Highgate (ich habe das Versprechen, den Arbeitstitel des Romans in den nächsten Wochen bekannt zu geben, nicht vergessen). Die Musik dazu stammt von Murray Gold und Alexandre Desplat. Ansonsten vertreibe ich das Herbstdunkel mit „Lonely Avenue“ von Ben Folds (mit Texten von Nick Hornby) und einem wunderbaren Buch mit dem Titel „The Sherlockian“ von Graham Moore (das ebenso faszinierend ist wie „The final Solution“ von Michael Chabon und die unglaubliche gute, innovative, mitreißende, einen-um-den-Schlaf-bringende BBC-Serie „Sherlock“ mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman) .

In diesem Sinne … viel Spaß beim Lesen, heißem Tee und feinem Gebäck.

Viele, viele Neuigkeiten

November 6th, 2010

Das nächste Buch wirft seine Schatten voraus (bereits letzte Woche erhielt ich mein erstes Exemplar von GRIMM – es ist ein wunderschönes Hardcover geworden, mit einem märchenhaften Cover, und 560 Seiten lang). Ab 9. November wird ausgeliefert (das Warten hat also bald ein Ende). Die Specials, die dazu entstanden sind (ein langes Interview, ein Essay über Märchen, diverse Hintergrundinformationen, ein Gedicht mit einem Kürbiskopf, Auszüge aus meinen handschriftlichen Manuskriptentwürfen, viele altmodische Songs, die Vesper Gold hört) sind jetzt bei www.heyne-fliegt.de online gegangen (und ein kurzes Video wird im Laufe der nächsten Woche folgen):

http://www.heyne-fliegt.de/specials.php

Was bedeutet, dass ich bald den Arbeitstitel des Romans, an dem ich jetzt gerade arbeite (sehr hungrige Deadline-Monster ahead), erwähnen kann (doch dazu später mehr). Fertig gestellt habe ich in den letzten Tagen einen Thriller mit dem Arbeitstitel CHRONOS (der ganz anders ist als meine bisherigen Romane) und (derzeit) noch kein Verlagszuhause gefunden hat (bestenfalls leben irgendwo da draußen zwei überraschte Lektoren, die gestern aus dem Nichts ein neues Mansukript in der Post hatten – in einem Umfang, der den MALFURIA-Romanen ähnlicht ist). Auch dazu mehr, wenn es mehr zu berichten gibt.

Bezüglich Kurzgeschichten gibt es ebenfalls Neues zu vermelden: die äußerst boshafte und unmoralische Geschichte „Passion Killer“, die ich gemeinsam mit Aino Laos verfasst habe, wird seit gestern ausgeliefert (in der Anthologie „Advocatus Dioboli“, herausgegeben von Alisha Bionda). Die (nicht minder boshafte) Geschichte „All I want for Christmas“ ist in der Anthologie „Leise scheppert die Tür“ zu finden (herausgegeben von Nikolette Enzmann bei Arena). Darüber hinaus durfte ich noch ein (langes und sehr persönliches) Vorwort zurArena-Ausgabe von MOBY DICK verfassen und eine weitere Geschichte von Aino Laos („Der Teufelskreis“) übersetzen, die mittlerweile in der Anthologie „Die Begegnung und andere düstere Winterlegenden“ erschienen ist. Und zuletzt: „Liberty Hatfield“ ist gerade in der Anthologie PENDULUS im UBV erschienen.

Eine kurze Anmerkung noch zu meiner Novelle-zum-Musical PHANTASMA (das vor wenigen Wochen seinen letzten Vorhang hatte): das Büchlein wird ab nächster Woche wieder bei Amazon erhältlich sein (zum Preis von 5 €, also günstiger als die Theater-Edition). Darüber hinaus kann man sich zwei der Song, zu denen ich die deutschen Texte beigesteuert habe, jetzt in voller Länge hier im Sammelsurium anhören.

Wem LYRA gefallen hat und wer auf der Suche nach guter Musik ist, dem sei Thomas Pieper empfohlen (new Songwriter-Music at its Best), hier zu finden:

www.thomaspieper.wordpress.com

Und eingedenk der fauchenden, geifernden und hungrigen Deadline-Monster kehre ich zu dem Kapitel zurück, an dem ich gerade arbeite (und damit, das sei kurz angemerkt, in ein London, das seinen verlorenen Himmel wiedergefunden hat).

Happy Hallowe`en …

Oktober 31st, 2010

Herbst, bunte Blätter, Regen … es riecht nach Laubfeuer und Äpfeln … und man denkt an frühe Nächte, wehende Gespenster, unheimliche Geräusche, leise Wisperstimmen im Wind …

Zeit, eine gruselige Geschichte zu lesen, denn nie ist das Oktoberland,  das Ray Bradbury so oft besucht hat, näher als heute.

Gelegenheit, ein unheimliches Buch zu verschenken (Neil Gaiman hat den Stein ins Rollen gebracht – und nennt den schönen, neu geborenen Brauch „All Hallow`s Read“).

Natürlich auch Gelegenheit, selbst ein gruseliges Buch oder eine unheimliche Geschichte zu lesen – oder jemandem vorzulesen.

Wenn die Dunkelheit anbricht – und das wird bald schon der Fall sein – sollte also jeder seinen frisch ausgehöhlten Kürbiskopf mit der grinsenden Fratze entzünden, die Flamme darin mit einem Zettel, auf dem seine Wünsche notiert sind, füttern – und den Gesängen der Herbstnacht lauschen (solange das Licht noch flackert).

In diesem Sinne: Happy Hallowe`en an alle, die dies lesen …

Lebenszeichen aus dem Oktoberland

Oktober 24th, 2010

 Während es draußen regnet und bunte Blätter fallen – ein erstes Lebenszeichen aus dem rostroten Oktoberland.

Nun denn …

Mein neues Heim im Internet ist bunter geworden. Und nach (fast) einem halben Jahr des Schweigens und Schreibens wird es zukünftig wieder öfter Neuigkeiten zu vermelden geben.

Für heute erst einmal der Hinweis auf GRIMM, der ab dem 9. November ausgeliefert werden sollte (und pünktlich zum Start wird es jede Menge Specials dazu bei Heyne geben). Hier aber erstmal der Klappentext zum Buch (das einen Umfang von 560 Seiten hat):

„Vergiss nie die Macht der Worte…

Es waren einmal zwei Schwestern, die lauschten allabendlich den Worten ihres Vaters: »Mädchen, weicht vom Wege nicht!« Doch die Jahre vergingen, die eine Schwester starb und die andere vergaß Rotkäppchen. Bis sich das Märchen an einem stürmischen Herbsttag mit aller Macht bei der siebzehnjährigen Vesper Gold zurückmeldet.
Plötzlich geschehen seltsame Dinge in Hamburg: Ein Wolf streift durch die Stadt, Kinder fallen in einen rätselhaften Tiefschlaf. Und Vesper allein hält den Schlüssel zu einem düsteren Geheimnis in Händen, das bis zu den Brüdern Grimm zurückreicht.

Der Tag fängt nicht gut an für die siebzehnjährige Vesper Gold. In der Schule gibt es wieder Ärger, und ihre Mutter, eine weltberühmte Pianistin, hat einmal mehr keine Zeit für ihre temperamentvolle Tochter. Auch der schwere Sturm, der über Hamburg tobt, trübt Verspers Stimmung. Doch all das ist mit einem Mal unwichtig: Aus der Zeitung erfährt sie, dass ihr geliebter Vater im fernen Berlin unter rätselhaften Umständen gestorben ist. Wenig später stirbt auch Vespers Mutter, und plötzlich ist Vesper ganz allein auf der Welt. Einzig die Erinnerung an eine glückliche Kindheit, als ihr Vater ihr und ihrer großen Schwester Geschichten erzählte, ist ihr geblieben – und ein uralter goldener Schlüssel. Auf einmal geschehen immer unheimlichere Dinge in der Stadt: Märchenwesen werden lebendig, Wölfe tauchen auf und Kinder fallen in tiefe Träume. Auf der Suche nach Antworten trifft Vesper den geheimnisvollen Leander. Gemeinsam wollen sie das düstere Rätsel lösen. Doch die Zeit läuft, denn nur wenn sie herausfinden, was damals zu Zeiten der Brüder Grimm geschah, kann die Gegenwart gerettet werden …“

Soviel für heute. In Kürze mehr … und zurück zu einer Geschichte, die mittem im Oktoberland spielt und hoffentlich zu Halloween beendet sein wird.